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Achtsamkeit oder: das Glück der kleinen Dinge

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Achtsamkeit: Schon fast zu einem abgegriffenen Modewort verkommen? Manchmal macht es den Eindruck. An jeder Ecke gibt es Achtsamkeitskurse, Achtsamkeitsmeditationen, Achtsamkeitsretreats und und und. Und doch habe ich sie gerade wieder für mich entdeckt, in einem ganz anderen Zusammenhang: Dein Leben ist so bunt wie du dich traust es auszumalen. Ja, einerseits ist es ein "getrauen". Und das wiederum hängt dann auch mit den Glaubenssätzen zusammen. Aber das ist nochmal ein anderes Thema, um das es in diesem Artikel nicht gehen soll. In diesem Artikel geht es in gewissem Sinne um die "Erlebnisfähigkeit." Oder "Dein Leben ist so bunt wie du es wahrzunehmen imstande bist." Wir erleben die Welt durch unsere Sinne. Treten in Beziehung zum Aussen mit unserem Tast-, Seh, Geruchs-, Geschmacks- und Hörsinn. Je geschärfter und feiner diese Sinne sind, desto feiner kann man auch die Welt wahrnehmen.  Zum Schärfen der Sinne kommt dann die Achtsamkeit hinzu. Oder schärf

Du kannst nichts verpassen

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Ich habe vor einiger Zeit von der wunderbaren Sinje Miebach ein Live auf Facebook über dieses Thema gesehen:  "Du kannst nichts verpassen." Das ist eine Sichtweise, die in unserer Gesellschaft gefühlt oft inexistent ist. Alle rennen irgendetwas hinterher. Sind im ständigen Aktionsmodus, meinen, noch das und das und das und das erreichen zu müssen oder haben zu wollen, oder so vieles machen zu müssen, weil sie den Anschluss verpassen könnten, weil sie nicht gut genug sein könnten, weil "die Konkurrenz nicht schläft", weil "man doch ajour sein muss". Unser gesamtes System funktioniert gewissermassen so. Auch grosse Teile unseres Gesundheitssystems. Man schluckt Pillen, um die Kopfschmerzen wegzumachen, damit man wieder (oder weiter) einsatzfähig ist. Man schluckt Medikamente gegen Magenschmerzen, damit die Magenschmerzen weggehen, damit man leistungsfähig bleibt. Und da könnte man noch x weitere Beispiele aufzählen.  Dabei ginge es im Grunde um etwas ganz an

Sinkflug: Das Gesetz des Zyklus/Rhythmus

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Es war eine Weile still auf diesem Blog.  Daran ist das Gesetz des Rhythmus schuld :) Kennt ihr die sieben Gesetze des Universums? Ja ich weiss wie das vielleicht gerade klingt. Vor allem für Menschen, die noch nie davon gehört haben. Aber auch diese Gesetze sind wie ich finde etwas so dermassen Nützliches, dass das Wissen um sie eigentlich ins ganz normale Alltagsbewusstsein eines jeden Menschen einfliessen sollte.  Sogar Nikola Tesla sagte: wenn du das Universum verstehen willst, musst du in Dimensionen wie Energie, Frequenz, Vibration denken!:). Und das ist reine Physik. Man sagt, wenn man im Einklang mit diesen Gesetzen lebt, geht das Leben leicht. Wenn man auch nur mit einem von ihnen nicht im Einklang ist, verstösst man gleichzeitig gegen alle anderen Gesetze, handelt man irgendwo gegen seine Natur, kämpft gegen den Strom, versucht Dinge zu erzwingen und mit harter Arbeit zu erreichen. Ich zähle einfach mal auf: 1. Gesetz des Eins-Seins - alles ist miteinander verbunden, weil au

Das Wahnsinnsjahr 2020

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In den Rauhnächten, dieser magischen, dunklen Zeit zwischen Weihnachten und Anfang Januar, in diesem Niemandsland zwischen den Feiertagen, in dem schon so viel Neues fürs nächste Jahr initiiert werden kann und trotzdem einfach eine Zeit der Ruhe, Einkehr und Innenschau, des Innehaltens und Zurückblickens ist, schaue ich auf dieses Wahnsinnsjahr zurück. Und damit meine ich nicht Corona.  Der Jahresrückblick des Jahrhunderts! Ich fühle mich ein bisschen erschöpft und nicht so gut drauf, ein bisschen losgelöst und "frei schwebend", und eigentlich hätte ich gerade das Bedürfnis, mich einfach in eine weiche, warme Wolldecke zu wickeln und zu ruhen. So vieles ist in diesem Jahr "auf die Welt gekommen", da braucht es auch einen Moment des "Nichts-tuns" und Rückzugs, um das alles zu verdauen. In diesem Jahr habe ich mich aus dem tiefsten Loch herausgegraben, in dem ich je steckte.  Es fühlt sich an wie eine Rundumerneuerung, aber nicht auf Ebene "abnehmen, ne

Wie geht Urvertrauen?

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Wie geht Urvertrauen? Und: kann man das zurückgewinnen, wenn es einmal zerstört wurde bzw. verloren gegangen war? Ich behaupte ja. Und damit möchte ich Mut machen; ich möchte nicht von meiner Geschichte verallgemeinern auf alle Menschen; ich möchte aber zeigen, dass es in meinem Fall durchaus so war und ich heute, mit 38, von mir sagen kann dass ich das Urvertrauen in die Menschen, mich und die Welt wiederhabe, nachdem es mir als Baby genommen worden war. SelinaDacy mit 5 Monaten im Kinderheim in Panjim, Indien  Die Zerstörung des Urvertrauens geschieht in ganz jungen Jahren bzw. Monaten beim Säugling. Sei das durch das Nicht-Stillen von elementaren Bedürfnissen wie Nähe, Liebe, Sicherheit und Nahrung; sei das durch Trennungserfahrungen oder Vernachlässigung oder gar Misshandlung.  Hier ein Ausschnitt davon, was Wikipedia dazu sagt, ohne Anspruch auf Vollständigkeit, sondern einfach um eine Idee zu geben, denn mir geht es hier ja nicht darum, einen wissenschaftlichen Artikel zu schreib