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Posts mit dem Label "zwei Wahrheiten" werden angezeigt.

...Und dann diese Fragen nach der Herkunft!

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Wie geht es euch Adoptierten (oder auch euch, die ihr in einem anderen Land geboren seid und nun in der Schweiz lebt) damit, quasi zwei Nationalitäten zu haben, in gewissem Sinne in zwei Ländern verwurzelt zu sein? Tut ihr euch schwer damit? Oder wollt ihr einfach zu einem Land dazugehören? Fühlt ihr euch gar dem einen Land zugehörig und lehnt das andere ab? Ich persönlich wollte ganz lange einfach Schweizerin sein. Punkt. Das ging so weit dass ich meiner neuen Gastfamilie in England, bevor ich für drei Monate bei ihnen wohnte, vorsorglich in einer e-mail den kuriosen Satz schrieb: "So apart from my appearance I'm not indian at all." pixers.ch Gopf!!!!! Wie wenn ich mich insgeheim dafür geschämt hätte, indisch zu sein. Wir wollen ja alle irgendwie irgendwo dazugehören. Das ist ein menschliches Grundbedürfnis, denn der Mensch ist ein soziales Wesen und kann nicht ohne die anderen. Durch die anderen fühlt er sich geliebt, bestätigt, gesehen und ang...

Mama

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Meine leibliche Mutter hat mich in den ersten fünf Lebensmonaten gestillt. Die Psychologin, bei der dieser Teil meiner Geschichte Thema war, sagte später, meine Mutter habe mir in diesen 5 Monaten ihre ganze Liebe mitgegeben, die reiche aus für ein ganzes Leben und das Ausmass sei unendlich. Eine liebe Freundin sagte mir später, unabhängig von dieser Psychologin, genau dasselbe. Ganz intuitiv. Irgendwie fand ich das faszinierend. Es lag viel Trost darin. Das Kinderheim in Panjim, Goa, wo ich die ersten fünf Monate meines Lebens verbrachte Und trotzdem...ich war ihr entrissen worden. Quasi von der Mutterbrust weg. Von einem Tag auf den anderen war mir das Liebste, was ich auf der Welt hatte, weggenommen worden.  Eine unglaublich traumatische Erfahrung. Die Gratwanderung, auf die man sich begibt wenn man in dieses Thema eintaucht ist immens. Die Schuldgefühle, die da begleitend (bei mir) aufsteigen sind nicht minder immens. Manchmal scheint es mir als zerrei...

Die zwei Wahrheiten im Leben von Adoptierten

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Gibt es jemanden da draussen, der so verzweifelt war, wie ich in meiner Jugend? Absolut haltlos, nirgendwo richtig zugehörig, traurig, grunddepressiv? Bestimmt gibt es euch da draussen. Für euch schreibe ich diesen post. Das Grundgefühl in meiner Jugend war das einer Art Aussenseiterin, die nirgends so ganz dazuzugehören schien, nicht ganz hineinpassen wollte in diese Welt, in der sich alle anderen so selbstverständlich bewegten.   Es war ein seltsames Gefühl, das sich im Rückblick manchmal so anfühlt, als wäre eine hauchdünne Glaswand zwischen mir und den anderen, ich sehe sie, ich kann mit ihnen sprechen, und doch erreiche ich sie nicht ganz, bin ich auf Distanz, denke, fühle, verhalte mich leicht anders als sie. Das brachte mir oft den Ruf ein, arrogant zu sein. Davon hätte ich nicht weiter entfernt sein können. Und es frustrierte mich unendlich. Manches davon schob ich bereits damals auf die Tatsache, dass ich meine leiblichen Eltern nicht kenne und somit mei...