Die zwei Wahrheiten im Leben von Adoptierten
Gibt es jemanden da draussen, der so verzweifelt war, wie ich in meiner Jugend? Absolut haltlos, nirgendwo richtig zugehörig, traurig, grunddepressiv? Bestimmt gibt es euch da draussen. Für euch schreibe ich diesen post. Das Grundgefühl in meiner Jugend war das einer Art Aussenseiterin, die nirgends so ganz dazuzugehören schien, nicht ganz hineinpassen wollte in diese Welt, in der sich alle anderen so selbstverständlich bewegten. Es war ein seltsames Gefühl, das sich im Rückblick manchmal so anfühlt, als wäre eine hauchdünne Glaswand zwischen mir und den anderen, ich sehe sie, ich kann mit ihnen sprechen, und doch erreiche ich sie nicht ganz, bin ich auf Distanz, denke, fühle, verhalte mich leicht anders als sie. Das brachte mir oft den Ruf ein, arrogant zu sein. Davon hätte ich nicht weiter entfernt sein können. Und es frustrierte mich unendlich. Manches davon schob ich bereits damals auf die Tatsache, dass ich meine leiblichen Eltern nicht kenne und somit mei...